Durch den Wald und über Wiesen

Trainingswochenende in der Fränkischen Schweiz

Zunächst einmal sieht das Wetter an jenem Sanstagmorgen doch recht vielversprechend aus: Es ist trocken, noch kühl, aber Regen ist nicht in Sicht und bald lässt sich auch die Sonne ein wenig blicken.

Um 7.00 Uhr machen wir uns auf den Weg nach Almos. Und hier gibt es schon das erste Problem. Es stellt sich die Frage: „Wie verteilen wir die Mitfahrer auf die Autos, damit niemand allein fahren muß?“ Denn es wollen so gut wie alle fahren. Nach der Klärung kann es auch schon losgehen.

Ansgar und Jürgen unser Versorgungsteam. Von unserem Damenteam Anelo, Gerlinde, Margret, Moni, Uschi und Walburga. Alain, Helmut R., Ingo und  Jochen von den Herren. Unser Coach Manfred. Walter kommt mit dem Rennrad nach.

Kurz nach der Ankunft in der Hütte wurde noch entschieden, wer schnarcht mit wem, und dann ging es auch schon auf die erste Runde. Von Almos geht es über Münchs nach Stierberg und weiter nach Betzenstein. Entlang des Main-Donau Wanderweg nach Bronn. Von dort aus durchs Klumpertal. Helmut spricht schon von der Weicheiertour, weil wir jeder Steigung ausweichen. Von Manfred ist nur ein kurzes „Wart´s ab!“ zu hören. Und kurz darauf kommt die erste Bergwertung. 

Über Kirchenbirkig geht es weiter nach Soranger und von dort über Leienfels nach Obertrubach. Auch keine leichte Strecke. Das letzte Teilstück über Möchs nach Almos zurück, beschert uns noch einmal einen knackigen Anstieg und die letzte Bergwertung des vormittags. 

Wertungen und Punkte wurden auch noch anderweitig von Walburga, Moni und Uschi vergeben. Grob überschlagen muß hier Helmut ganz weit vorne gelandet sein. Schade, für Alain, Manfred und mich. Doch ein offizielles Endergebnis wurde nie bekannt gegeben. Es wird wohl immer ein Geheimnis bleiben.

Manfred lädt mich und Ingo zu einer Zusatzeinheit ganz spezieller Art ein. Ein kleines Läufchen über eine Stunde, etwa 12 km. Hier geht es richtig zur Sache. Die Route: Almos-Möchs-Schossaritz-Wolfsberg-Untertrubach-Großenohe-Hiltpoltstein-Almos. Einige kernige Anstiege sind hier zu bewältigen. Mittlerweile ist es früher Nachmittag und sehr warm geworden. Ein kurzer Nieselregen kommt da gerade recht.

Durch eine idyllische Landschaft führt uns unser Weg. Und es läuft gut bis Manfred eine Abkürzung nehmen will. Was ich später erst erfahre ist Manfred in Internakreisen bekannt als Mr. Umweg. So stehen wir nach dem knackigsten aller Anstiege durch Laub, Gestrüpp über Stock und Stein vor einem Abgrund. Sackgasse. Also die ganze Strecke wieder retour. Mittlerweile zeigt die Uhr eine Stunde Laufzeit an und ich stelle mich auf eine längere Einheit ein. Ingo verlassen die Kräfte und meine Beine sind auch schwer.

Nach einigen nicht ganz einfachen Cross-Passagen kommen wir schließlich nach 15 km zurück in unsere Unterkunft. Am Nachmittag laufen wir alle die Strecke noch einmal, wobei wir aber die Abkürzung auf Anhieb finden. Bei dem anstrengenden Programm haben wir uns eine Stärkung verdient. In Stierberg essen wir zu Abend.

Am Sonntag früh laufen wir unsere Abschlussrunde. Die Route: Almos-Möchs- über den Steinbühl nach Großenohe -Untertrubach-Wolfsberg-Obertrubach-Möchs-Almos. Für mich nach dem ganzen Programm nicht einfach zu laufen. Aber ich beiße mich durch. Ansgar und Jürgen immer zur Stelle, wenn wir etwas brauchen.

Danke Ansgar, danke Jürgen!!!

Nach gemeinsamer Brotzeit treten wir den Heimweg an. Es war mal wieder ein gelungenes und gut organisiert Lauferlebnis, wie unsere Staffelläufe bisher. 

950 Höhenmeter und 76 Laufkilometer wurden in 2 Tagen absolviert.

Jochen Brosig

Röttenbach, den 11.Mai 2003