Formthotics 2 – Der Langzeittest

Hallo Läufer,

heute schon gejoggt?

Hier mein persönlicher Steckbrief: Im Februar 2000 habe ich das erste Mal die Laufschuhe geschnürt und komme seit dem nicht mehr davon los. 30.000 Laufkilometer diverse Marathons sowie der Rennsteiglauf stehen zu Buche. Ich bin weder ein Mitarbeiter der Firma Formthotics, noch besitze ich ein Laufsportgeschäft welches Formthotics vertreibt. Ich bin auch kein Arzt oder Orthopädieschuhmacher. Meine Erfahrungen zum Thema Laufen habe ich durch Bücher und Laufzeitschriften (z.B. Runner´s World). Einen großen Anteil an meinem theoretischen Wissen über das Laufen hat unser langjähriger Trainer Manfred Rattner. Alles andere ergab sich durch Eigenversuche. Hier bin ich einer Meinung mit Urs Weber / Runner´s World Ausgabe Oktober 2005: „Laufen ist ein ständiges Experimentieren mit sich selbst.“

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In der Reihe: „Von Läufern für Läufer“ berichtete ich von „Formthotics“. Noch einmal kurz zur Erklärung: „Formthotics“ sind Innensohlen für Schuhe, die passgenau der individuellen Fußform entsprechen, aber nicht mit orthopädischen Einlagen zu verwechseln sind. Siehe damaliger Bericht:

Formthotics - Teil 1, Team Bittel, 15. Oktober 2005

In Sachen Laufschuhe bin ich vielleicht ein bisschen ein Freak. Ich glaube es war bei Steffny/Pramann – Perfektes Lauftraining, wo es hieß: Je Trainingstag ein paar Laufschuhe. Also habe ich 7 Laufschuhe im Schrank plus 1 paar Neoprenschuhe für das Lauf-ABC-Training. Spätestens jetzt sagen wahrscheinlich auch die Letzten, die mich noch für normal gehalten haben, der ist ein Fall für die Klapse.
Aber die Vorteile vom Schuhwechsel kennt Ihr alle selbst (längere Lebensdauer der Schuhe, keine gleich bleibende Belastung der Bandscheiben, Gelenke und Sehnen, Abwechslung für den Bewegungsapparat usw.) Und genau an diesem Punkt war für mich der Ansatz  für weitere Einlagen nach meinem ersten Test. Schnell hatte ich mich an die Bettung gewöhnt. Das erste paar Einlagen wanderte durch die verschiedenen Schuhe. Das konnte es auf Dauer nicht sein. Also mussten weitere Einlagen her. So unterschiedlich wie die Schuhe waren, sollten auch die Einlagen sein. Denn es gibt sie in verschiedenen Höhen. Blau=flach, Rot=mittel, Grün=hoch. Eine Zeit lang lief ich nur noch mit den Einlagen. Ich hatte in jedem Schuh ein Paar. Das ist natürlich auch ein zusätzlicher Kostenfaktor. 35.- € pro Paar. Doch dann fiel mir wieder der Trainingstipp ein: Je Trainingstag ein paar Laufschuhe. Ich dachte mir, mittlerweile habe ich keine Probleme mit den Fußsohlen. Also sollte ich auch wieder mindestens ein Paar Laufschuhe mit den normalen Einlagen des Herstellers laufen. Einfach wegen der Abwechslung. Gesagt, getan. formthotics2-web.jpg (128751 Byte)

Momentan sieht es so aus:

In Lightweight-Trainern oder Neutralschuhen trage ich blau.

In Dämpfungsschuhen trage ich grün.

Dann gibt es auch Schuhe in denen ich keine trage.

In Wettkampfschuhen laufe ich grundsätzlich ohne die Formthotics-Einlagen.

Und ab und zu trainiere ich mit den Neoprenschuhen.

Run happy!  

Copyright © Jochen Brosig  

Röttenbach, den 28. Februar 2008

 

Ich kann Euch nur sagen, in meinem Fall haben die Einlagen geholfen. Ein halbes Jahr hatte ich Probleme im Fußgewölbe. Durch die Einlagen gingen sie weg. Bis heute hatte ich keine Schmerzen mehr. Auch andere Beschwerden des Laufapparats sind seit dem Fehlanzeige. Geschadet haben die Einlagen auf keinen Fall. Es kommt nur darauf an, was ihr von ihnen erwartet. Für mich war das Verkaufsargument einleuchtend, dass die Formthotics-Einlagen die Verbindung vom Fuß zum Schuh herstellen soll und das Fußgewölbe bei langen Läufen unterstützt wird. Ein Freund aus unserer Laufgruppe hat die Formthotics ebenfalls bei Problemen im Fußgewölbe eingesetzt und hatte auch Erfolge damit. Nicht so gut wie bei mir, aber eine wesentliche Besserung war auch für ihn spürbar. Ihr seht wie bei allem zum Thema Laufen könnt ihr nicht einfach die Erfolgsrezepte anderer übernehmen. Ihr müsst es im Selbstversuch ausprobieren.  

Denn wie gesagt: „Laufen ist ein ständiges Experimentieren mit sich selbst.“