7. Bad Windsheimer Weinturmlauf 2008:

Der Wind das himmlische Kind

Hallo Waldläufer,

die Uhr wird bald wieder umgestellt. Das Laufen in der Dunkelheit hat ein Ende. Sehnlichst erwarte ich die ersten Frühlingsboten. Ein paar waren schon da und die Knospen sprießen, leider nur langsam. Von dem Sauwetter lassen wir uns nicht beeindrucken und starten in eine neue Laufsaison.

Wieder einmal hatte ich krankheitsbedingt den Marathonstart in Kandel abgesagt. Ein Virus hatte mich Anfang Februar hingerafft. Ich wollte mir dann für die Vorbereitung keinen Streß machen. Nach der Genesung habe ich meinen Schwerpunkt auf Long Jogs von 3 Std. über 4 Std. bis 5 Std. Länge gelegt. Das war gut so! Letzten Sonntag war der Maintallauf in Schweinfurt angesagt. Ein Halbmarathon. Am Ende waren es mit Ein- und Auslaufen 40 KM. „Und heute?“ Heute stand wieder einmal Bad Windsheim an. Diesmal der 10 KM-Lauf plus diverse KM im Anschluss. So kam ich wieder auf 40 KM.

Ich war zusammen mit Brigitte und Werner angereist. Ein Betreuer par excellence. Sehr zeitig, denn wir waren Nachmelder. In der Turnhalle treffe ich Erwin (Erwins Bericht Team Bittel). Er strahlte heute ein ganz besonderes Karma nach seiner Indienreise aus. Ein bisschen Läufertalk, Erwin erzählte von seinen Erlebnissen und die Zeit verrann. 11.00 Uhr Start. Also auf geht´s zum Warmlaufen. Nur eine kurze Runde. Der Wind bläst bereits heftig und kurz vor dem Start beginnt es zu regnen.

10 KM und HM starteten wieder zusammen. Am Start ist wieder Thomas als rasender Reporter unterwegs (Bildbericht von Thomas Schmidtkonz in Laufspass.com). Im Startgetümmel hieß es da aufpassen, um eine mögliche Sturzgefahr zu vermeiden. Es ging aus dem Ort hinaus und dann links ab. Wir querten den Golfplatz und ich hörte wieder einmal in mich hinein: „Wie geht es mir heute?“ Mein Tempo war gut. Ich hatte mich einem Pulk von 5-6 Läufern angeschlossen, um mich vor dem Wind zu schützen. Ab KM 2 ging es schon bergauf. Bis KM 4 blies der Wind von vorne. Da der Wind heute aus Westen kam, liefen wir die meiste Zeit mit Rückenwind. Wenn er aber von vorne blies, dann galt es taktisch klug im Windschatten zu laufen. Ansonsten kostete es richtig Kraft. Bei KM 5 zersplitterte unsere Gruppe.

Foto: E. Bittel

Wo ich hinschaue fast nur weiße Startnummern – HM. Doch neben mir läuft Daniel vom TSV Oettingen ebenfalls die Zehn. Wir beschließen gemeinsame Sache gegen den Wind zu machen. Über Külsheim kamen wir wieder nach Bad Windsheim. Von weitem sah man schon die Streckenteilung. Wir 10 KM-Läufer haben nach dem Abzweig noch ca. 200 m. Ich biege links ab. Schlussspurt. Die Halbmarathonis gingen auf die zweite Runde

Foto: E. Bittel

Run happy and smile!  

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Röttenbach, den 16.März 2008

Foto: Th. Schmidtkonz

Nach dem Zieleinlauf sprintete ich durch den Kurpark zum 10 KM-Schild der 2. Runde. Dort startete ich wieder meine Uhr und lief auf der altbekannten Runde den Halbmarathon. Bei KM 18 war wie immer noch eine Schleife mit Wendepunkt eingefügt. Es ist immer wieder interessant an solchen Stellen dem Feld vor und hinter sich direkt zu begegnen. Meine Kräfte ließen nach. Der Zehner machte sich bemerkbar. Trotzdem lief ich noch einen 4:10er Schnitt. Die letzten 3 Kilometer noch einmal zulegen. Außer Konkurrenz aber an Position 19 liegend, lief ich auch noch eine gute HM-Zeit. Hoch zufrieden machte ich mich auf den Weg zu den Umkleiden. Denn inzwischen war es mir kalt geworden. Ich hatte auf Brigitte gewartet, aber sie war vom Winde verweht und noch nicht im Ziel. Trotzdem lief sie allen in ihrer Altersklasse davon.

Am Schluss hieß es noch auslaufen. Ich ging ein drittes Mal auf die Runde. Die 3 Std. voll machen. Der Weinturmlauf ist immer wieder eine schöne Veranstaltung. Unser Chauffeur, Betreuer, Motivator und Fotograf rief zur Abfahrt. Gerade als wir ins Auto einstiegen, fing es an zu regnen. Wieder einmal, Glück gehabt. Wir sehen uns in Scheßlitz!