21. Kersbacher Dreikönigslauf 2007
 

April, April im Januar, beim Kersbacher Dreikönigslauf sollte man sich normalerweise warm anziehen. Dieses Jahr jedoch lockte die sportliche Herausforderung bei frühlingshaften Temperaturen zu finishen. Pelzvermummte Ureinwohner, die Fränkischen Äboritschienies, sah man heute nicht. Das Wetter schlug Kapriolen.

6. Januar 2007, der Tag vor der russisch-orthodoxen Weihnacht. Traditionell ist Kersbach der Wettkampfauftakt im neuen Jahr. Heute waren optimale Bedingungen! 8 Grad Plus, nur ein leichter Wind und die Strecke ist schnee- und eisfrei. In Mitten einer Menschenmenge stand ich auf der Waldstraße in Kersbach. In Kürze sollte der Startschuss fallen. Der erste Formtest des neuen Laufjahres und alle waren sie da. Vom Hobbyläufer bis zu Achim Heukemes, seines Zeichens Extremläufer. Seine letzte Aktion war 2006 die Teilnahme an der 10fach Triathlon-WM. Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Thomas war als rasender Reporter schon vor dem Start aktiv. Er hatte mich zwar mit der Kamera direkt anvisiert, aber nicht erkannt. 10-9-8-7-6-5-4-3-2-1 und LOS!

Und schon geht es auf die erste Runde. Gewichtsmäßig bin ich sehr gut über die Feiertage gekommen und bringe rund 1,5 Kilo weniger auf die Waage als vergangenes Jahr. Ein gutes Gefühl hatte ich auch. Was soll also einer schnellen Zeit im Wege stehen? Mein erklärtes Ziel war dieses Jahr die 45 Minuten-Marke zu unterbieten. D.h. 11:10 pro Runde!

 

Run happy!  

Jochen Brosig  

Röttenbach, den 6. Januar 2007

www.langstreckenteam.de

 

Die erste Runde war eigentlich optimal. 11:02. Auf der Strecke kam mir Thomas entgegen. Film- und Fotokamera in der Hand lief er uns Läufern entgegen. Den Finger immer am Abzug. Wie sang Cher so schön: „Just like Jesse James“ Es sieht gut für mich aus. Die zweite Runde wurde ich etwas langsamer. In der dritten Runde musste ich schon kämpfen, um das Tempo zu halten. So blieben mir noch 11:17 für die letzte Runde. Gegen halten, hieß die Devise. Wird das eine neue Bestzeit auf der Strecke? Dann kam die Ziellinie in Sicht. Hier versammeln sich jedes Jahr die Zuschauer. „Gib Gas!“, „Hopp, hopp, hopp!“ Wir gaben noch mal alles. Mein Urschrei mobilisierte noch mal ein bisschen Adrenalin.  ZIEL, hießen die magischen vier Buchstaben. Was sprach die Uhr? 45:01. Auch gut, besser als im Vorjahr. Ein bisschen warmer Tee tut hinterher sehr gut. Wie jedes Jahr war es ein gelungener Auftakt. Die Veranstaltung klappte rundherum tadellos und wir freuen uns auf nächstes Jahr. Dann also „Servus!“ bis zum 22. Kersbacher Dreikönigslauf.