Löwenlauf in Cadolzburg

Halbmarathon mit Pendelstrecke

1_hm_001.jpg (19032 Byte) Der Supersommer nimmt kein Ende! Am Sonntag waren es wieder über 30 Grad. Aber ich habe mir vorher sagen lassen, dass die Strecke überwiegend durch den Wald geht. Startzeit 8.30 Uhr sagt mir auch zu, weil es da noch ein wenig „frischer“ ist. Der Altmühlsee-HM ist mir dann doch zu „hot“. Aber es gibt ja einige erfahrene Wüstenläufer, wie zum Beispiel unser Erwin Bittel, die frei nach Donna Summer der Meinung sind: „I want some hot stuff!“ Auch von der Anfahrt ist es für mich wesentlich angenehmer. In weniger als einer halben Stunde bin ich da. Also auf nach Cadolzburg!

Schon die Starterliste war recht überschaubar. Dementsprechend gemütlich ging es beim Abholen der Startunterlagen zu. Mit dabei waren Brigitte, Walburga, Helmut, Manfred und ich. Eine Pendelstrecke mit ca. 5,4 km war angesagt. 2 Teilstrecken bergauf und 2 bergab. Erst ging es aber mal zum Einlaufen bergab. Einmal um den Start- Zielbereich und dann liefen wir bergan. Der Wendepunkt lag ca. 90m höher als der Start. Doch die Strecke war sehr wellig, so dass wir über 100 Hm hatten als wir oben ankamen. Ich lief in einer Dreiergruppe mit der späteren Damensiegerin Kerstin Steg und Wolfgang, den ich schon vom Biberttal-HM kannte. Dort kam er knapp vor mir ins Ziel. 1_hm_006.jpg (18547 Byte)
5_Loewenlauf_011.jpg (15319 Byte) Ich hielt mich zurück. Meine Zeit würde kommen, dachte ich mir. An den Steigungen setzten sich die beiden von mir ab, an den Gefällstrecken holte ich auf und machte Tempo. Das Spiel gefiel mir und ich erinnerte mich an den Rennsteig. Da war es genau so, wie bei einem Gummiband zogen sich die Läufer auseinander und trafen sich dann irgendwo wieder. Am Wendepunkt war es dann soweit. Ich forcierte das Tempo. Dabei konnte ich zu den beiden aufholen. Wolfgang war schon weit vorne, doch auch ihn holte ich ein. Am Ziel ging ich als Erster von unserer Dreiergruppe vorbei in die zweite Runde, Gesamt an Fünfter Stelle liegend.
Eine Strecke zu kennen hat natürlich seine Vorteile. Und so war es für die Krafteinteilung natürlich bestens. Kerstin und Wolfgang konnten nun nur noch zu mir aufschließen, aber sich nicht mehr absetzen. Wolfgang konnte das Tempo nicht mehr mitgehen. Platz 4 war unerreichbar für mich. (2min. Vorsprung) Aber Platz 5 wollte ich verteidigen. Kerstin schwebte am Berg leicht wie eine Feder nach oben. Am Scheitelpunkt angekommen, schob mich mein Gewicht mit brachialer Gewalt einer Diesellok nach unten. Das Bergablaufen macht mir einfach Spaß, so trennten sich am Wendepunkt unsere gemeinsamen Wege. Ich gab noch Mal Gas auf dem Weg nach unten. Und dann waren wir endlich im Ziel. Es waren dann schon sehr hohe Temperaturen. Froh es geschafft zu haben, stießen wir mit einem Weizen an. Prost!

Run happy!  

Jochen Brosig  

Röttenbach, den 20. Juli 2006

 

Fazit: Ein schöner Lauf der Spaß macht. Von der Schwierigkeit her ist Cadolzburg mit dem Wallenstein-HM in Altdorf vergleichbar. Besonders alle Bergziegen werden sich freuen. Die strecke liegt hauptsächlich im Wald. Getränkestellen sind auch genügend da (2 Stück – hochgerechnet also 8).

Insgesamt gesehen ist der Lauf aber mit 17.- € zu teuer. Als Nachmelder ist man mit 20.- € dabei. Bei der Siegerehrung werden jeweils nur die ersten drei Frauen bzw. Männer geehrt. Es gibt keine Altersklassenpreise. Die hohen Startgelder kamen jedoch dem Projekt des Lions Clubs „Mehr Freude für Kinder“ zugute.