Das Bieler Tagebuch 2006

Teil 6: Mai bis Juni

Die Idee, die 100 KM von Biel zu laufen, kam mir in der Euphorie nach meiner Teilnahme beim Rennsteiglauf 2003. Meine Vorbereitung geht nun in die Endphase. Die letzten Meter der Vorbereitung stehen an.

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Staffellauf – Hersbrucker Schweiz – Fränk. Schweiz?

Heute sollte unser Staffellauf durch die Fränk. Schweiz folgen, wo ich 80 KM an einem Tag laufen wollte. Verteilt auf ca. 4 Etappen a 20 KM. Es sollte beim Wollen bleiben. Erst einmal mussten wir den Staffellauf mangels Teilnehmer absagen. Das hieß für mich, ein Alternativprogramm muss her. Manfred nutzte kurzerhand das verlängerte Wochenende um ins sonnige Kärnten abzutauchen. Bei dem Sauwetter kein Wunder. Ich hatte mir auch schon ein schönes Programm zurechtgelegt. 60 + 20. Klingt doch schon mal gut, oder? Mit dem Auto nach Großenseebach fahren. Von dort aus über Hesselberg nach Röttenbach, weiter nach Neuhaus und zurück nach Röttenbach laufen. Dann weiter über Hemhofen die B470 entlang nach Forchheim, am Kanal weiter bis zum Bezirkskrankenhaus. „Genau, dort warten die Männer in den weißen Westen auf Dich! Ab in die Zelle mit Dir!“, O-Ton meiner Frau. Durch die Mönau über Unter-, Mittel- und  Obermembach nach Großenseebach zurück zum Auto. Etappe 1 – 60 km. Kurz erfrischen, evtl. andere Klamotten und Schuhe anziehen. Essen und Trinken. Weiter über den Schneckenberg (als harte Belastung bei KM 65 wegen der Steigung) und die Hochstraße wollte ich über Reuth zurück. Etappe 2 – 21 km.

Die letzten Tests für Biel standen an. Verschiedene Power Bar-Riegel hatte ich mir besorgt. Verpflegungspunkte auf der Strecke markiert, an denen ich Wasser und Proviant bereitstellen wollte. Nach den 60 km wollte ich es mal mit einem Käsebrot probieren. Wie wirkt sich das alles auf mein Befinden und somit aufs Lauftempo aus? Es sollte einfach die Generalprobe schlechthin sein. Doch abends an Himmelfahrt begann es mit einem Niesanfall, der aus heiterem Himmel kam. In den nächsten 2 Stunden waren ruck zuck zwei Packungen Taschentücher aufgebraucht. Ich ahnte schon schreckliches, was sich am nächsten Morgen bestätigte. Beim Aufstehen wurde mir erst einmal schwindelig. Also tatsächlich, mich hatte ein Virus gepackt. Alle üblichen Begleiterscheinungen, wie Fieber etc., stellten sich im Laufe des Tages ein. Hatschi, hatschi, schneuz! 

Kommt Dir ein Schmerz, so halte still,

und frage, was er von Dir will.                                             Emanuel Geibel

Have a good rest! Fortsetzung folgt

Jochen Brosig  

Röttenbach, den 27. Mai 2006

Die Anstrengungen der letzten Wochen haben also ihre Spuren hinterlassen! Es bleibt Zeit für Lektüre. Natürlich zum Lieblingsthema. Und hier steht es Schwarz auf Weiß: „Im Leistungssport ist es zum Normalzustand geworden, dass das leicht überlastete Immunsystem zu sechs Erkältungen pro Jahr und mehr führt.“ Zitat Ende. Da bin ich ja noch gut bedient mit zweimal pro Jahr. Jetzt heißt es gesund werden und richtig regenerieren! Hatschi!